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Im polnischen Bydgoszcz finden erstmals Weltmeisterschaften für Athleten unter 23 Jahre der United World Wrestling statt. Polen veranstaltete auch den Test der U 23 Europameisterschaft, die Bestandteil des Ringer - Weltkalenders wurde.

 

 

 

Es gibt Skeptiker in Fragen der Beteiligung von Athleten der Welt. Sicherlich werden einige exotische Verbände ihre Ressourcen bei den WM in Paris (Aktive), Tampere (Junioren) und Athen (Kadetten) für das Jahr 2017 aufgebraucht haben.Aber die führenden Nationen werden ihre Athleten entsenden. Wenn ein Weltmeister aus der zweiten oder dritten Reihe eines Verbandes kommt; ist er dann ein schlechter Weltmeister?
Guten und frischen Ringkampf erwarten viele  Experten.

Die gemeldeten Athleten der einzelnen nationalen Verbände:

https://unitedworldwrestling.org/sites/default/files/media/document/event/registration/entries_11_bydgoszcz.pdf

Dieser Altersbereich wird für eine Perspektivanalyse immer wichtig sein. Wer versäumt, seine Perspektivkader in eine solche Bewährungsprobe zu schicken, versäumt eine wichtige internationale Standortbestimmung.

 

 

 

 

FREISTIL

 

Die Freistilkonkurrenz überzeugte mit den Medaillenträgern. Danach gab es ein grösseres Gefälle. Bemerkenswert neben dem Kubaner als Weltmeister der Bulgare NAIM. Dieser Ringer kann auf eine lange Medaillenbilanz im europäischen Massstab, jedoch ohne Titel bisher zurückblicken, nun scheint ihm mit der Vizeweltmeisterschaft der Durchbruch bei Weltmeisterschaften gelungen zu sein.

 

Hier ein Überblick zum Ahtleten (Jahrgang 1997!)

       Der Bulgare NAIM im Viertelfinale

 

Date Competition Age Group Weight Class Rank  
2017-11-25 World Championship U23 57.0 2.

 

 

2017-08-01 World Championship Juniors 55.0 13.
2017-06-30 European Championship Juniors 55.0 2.
2017-03-28 European Championship U23 57.0 8.
2016-08-30 World Championship Juniors 55.0 7.
2016-06-21 European Championship Juniors 55.0 3.
2015-06-23 European Championship Juniors 55.0 2.
2014-05-06 European Championship Cadets 54.0 3.
2013-06-18 European Championship Cadets 50,0 3.
2012-07-17 European Championship Cadets 46.0 2.

 

  

Spannende Aktionen beherrschten die Kämpfe im Freistil

 

Der Japaner NAKANMURA beeindruckte durch seine Angriffswucht, der Russe KUULA strahlte Ruhe aus und offenbarte mit filigraner Technik seine Leistungsstärke, LEWIS (USA) zeigte typisches "Powerringen" und Eigenmotivation. Bis 97 kg entpuppte sich der Weissrusse Dzianis KHRAMIANKOU (Silbermedaille) als Mattenfuchs. Er verblüffte einige Gegner. Im Schwergewicht stellte die Chinesen Zhanxiang HU auf. Ein Riese und Modelathlet; nur Ringen kann er noch nicht. Wenn er ds noch lernt, wird man noch viel ihm hören.

 

 

Weltmeister NAKAMURA (JPN) mit seiner effektiven Beinschraube. Aber auch scheinbar gefährliche Situationen meisterte er mit Bravour.

 

DIE WELTMEISTER

 

57 kg Reineri ANDREU ORTEGA  (CUB) ...15. Viktor Viktorowitsch LYZEN (GER)
61 kg Rinya NAKAMURA (JPN) ..15. Gabriel JANATSCH (AUT) ... 17. Randy VOCK (SUI)
65 kg Nachyn Sergeevitch KUULAR (RUS)
70 kg Richard Anthony LEWIS (USA) .... 8. Marc DIETSCHE (SUI)
74 kg Gadzhi NABIEV (RUS)
86 kg Alikhan ZHABRAILOV (RUS) ....10. Stefan REICHMUTH
97 kg Mojtaba Mohammadshafie GOLEIJ (IRI) ... 15. Erik Sven THIELE (GER)
125 kg Geno PETRIASHVILI (GEO)

 

 

WEIBLICH

 

Die Weltmeisterinnen

 

48 kg Evin DEMIRHAN (TUR)
53 kg Mihu IGARASHI (JPN)
55 kg Haruno OKUNO (JPN)
60 kg Yui SAKANO (JPN)
58 kg Yuzuru KUMANO (JPN)
63 kg Ayans GEMPEI (JPN) ... Lucie MANZKE  (GER)
69 kg Kumba Larroque
75 kg Yasuha MATSUYUKI  (JPN) ...  3. Franzy RAEDELT (GER) 

 

  

GRIECHISCH-RÖMISCH

 

Der Kommentar

 

Die Kämpfe im Griechisch-römischen Stil zeigten insgesamt, dass attraktives angriffsbetontes Ringen sich noch nicht voll durchgesetzt hat. Vielmehr wird versucht, in der Auftaktphase des Kampfes ein kleines Punktepolster durch effektive, oftmals auch sehenswerte Aktionen, Angriffe zu erlangen. Dann erfolgt eine stabile Verwaltung des Vorsprungs. An dieser Stelle reicht die „Bestrafung“ mit Aktivitätspunkten nicht mehr aus. Die Bodenlage muss modifiziert wieder zur Anwendung kommen. Es gibt aber auch Athleten, die in der Lage sind, bis Kampfende erfolgreich zu punkten.

Georgien gewinnt mit einem Punkt Vorsprung vor Russland die Nationenwertung. Das russische Team verlor die Finals bis 59 kg (gegen Japan) und 66 kg (gegen Georgien) und gab die Bronzemedaille bis 71 kg ab. In den drei folgenden Kategorien konnten sie nicht in das Finalgeschehen eingreifen. Dann die beiden Titel in den obersten Gewichtsklassen. Die Nordeuropäer vertraten die Finnen mit einem kompakten Team, wobei sie auch Junioren in die Auseinandersetzungen brachten. Schweden präsentierte Kesidis, der sich in der Hoffnungsrunde auspowerte und im Kampf um Bronze förmlich zusammenbrach. Ungarn überzeugte nur am ersten Kampftag.
Den amerikanischen Kontinent vertrat Team USA mit wenig Klasse. Die US-Boys wirkten überfordert, weil auch noch jung. Ein Kubaner und ein Athlet aus Honduras; mehr nicht. Die Kasachen, Japaner und Chinesen zeigten durchschnittliche Leistungen für Asien. Die Ausnahme 59 kg der Japaner KAWANE.

 

 

Die Champions  75 kg  und 85 kg

 

DIE WELTMEISTER

 

59 kg Masuto KAWANA (JPN) .... 22. KRAEMER (GER)
66 kg Shmagi BOLKVADZE (GEO) ....  16. VETSCG (SUI)
71 kg Daniel CATARAGA (MDA) .... 19. CHRISTEN (SUI) 
75 kg Fatih CENGIZ (TUR)
80 kg Burhan AKBUDAK (TUR)

85 kg Erik SZILVASSY (HUN)
98 kg Aleksandr GOLOVIN (RUS) ....  15.SEVER (GER)
130 kg Sergey SEMENOV (RUS) ...  3. KRAMER (GER)

 

links: Der Japaner KAWANA lieferte sich mit dem Russen EMELIN ein sensationelles Match. Der Kampf ging 15 zu 14 für den Japaner aus. 
Mitte: Der deutschen Jello KRAMER errang couragiert die Bronzemedaille im Schwergewicht. War das sein Durchbruch im Aktivenbereich? Mit ihm und Popp besitzt der Deutsche Ringerbund zwei hoffnungsvoll Schwergewichtler im Greco.
rechts: Serienweltmeister PATARIDZE (GEO) musste dem Russen SEMENOV beugen. Ein von beiden Athleten hart geführter Kampf. Spannung pur.

 

 der Chinese Abudourexiti ALIMUJIANG nach Gewinn der Bronzemedaille bis 98 kg 

 

 

     SWISS WRESTLING FEDERATION

 

Der Schweizer Verband sich wie folgt an diesen Welttitelkämpfen beteiligen wird.

 

GRIECHISCH - RÖMISCH

 

VETSCH, Andreas  (66 Kg) - Start am 22.11.2017 

 

1. Kampf: SLEIVA (LTU)

 

 

1. Kampf: Kristupas SLEIVA (LTU)  3 zu 12

Vetsch gab in seinem Kampf unnötige Punkte ab. Er war in seiner eigenen Kampfaufnahm inkonsequent und liess sich dadurch durch den Kampf "führen".

 

CHRISTEN, Nicolas   (71 kg) - Start am 21.11.2017

1. Kampf:  LIPASTI (FIN) Er verlor diesen Kampf mit 1 zu 6. Erstaunlich, dass er kaum etwas dagegensetzen konnte. Eine überraschende 4er - Wertung des Finnen liess sich vom Schweizer nicht mehr aufholen. Schade, sein Umfeld erwartete mehr.

 

      

 

 

 

FREISTIL

 

VOCK, Randy  (61 kg) - Start am 25.11.2017

 

1. Kampf:  DUDAEV (RUS)  0 zu 10 Niederlage

 

Randy VOCK zeigte zu viel Respekt vor seinem Gegner. Solche Athleten muss man unter Druck setzten, dann könnten sie wackeln. Nicht einfach - man muss es aber probieren.

 

DIETSCHE, Marc   (70 kg) - Start am 26.11.2017

 

 

1. Kampf: Batbayar LUTBAYAR (MGL)  10 zu  0 - dann noch Schultersieg
2. Kampf: Zulfikar MAKHAMATOV (KAZ) Schulterniederlage.

Der Schweizer testete sich bis 70 kg. Das war vernünftig. Im ersten Kampf rang DIETSCHE solide und offenbarte weitere internationale Reife. Der Mongole sah keine Mittel gegen den Schweizer beim 10 zu 0 gab es noch den Schultersieg für DIETSCHE. Der Kasache war für ihn zu kompakt. Er tat genau das Richtige: Eine Risikoaktion in Form eines Schleuderabbrechers zu Beginn des Kampfs. Der verlief (noch) nicht optimal und verlor auf Schulter. Man wird den Mann aus dem Rheintal bald wieder bis 65 kg erleben .... denn 70 kg ist nicht olympisch.

 

REICHMUTH, Stefan  (86 kg) - Start am 25.11.2017

 

1. Kampf: TOTH (HUN)  6 zu 3 Sieg
2. Kampf:  MTSITURI (GEO) 2 zu 3 Niederlage

Gegen den Ungarn gelang REICHMUTH endlich mal wieder ein technisches Meisterstück. Seine Beinabwehr zu einer 4er-Wertung. Dann allerdings machte er zu wenig, den Georgier zu besiegen. Den bei 2 zu 3 sehr passiven Osteuropäer muss man permanent mit wuchtigen Angriffen attackieren; dann ist die Wahrscheinlichkeit der Punktausbeute höher.