MANNSCHAFTSMEISTER 2024 WURDE DER RC WILLISAU LIONS

 

 

 

 

RC Willisau Mannschaftsmeister im Ringen 2024

 

Ein 17:15 Sieg gegen die Ringerstaffel Freiamt

 

Die Ringerstaffel Freiamt erzwang nach einer 11:23 Heimniederlage im Rückkampf mit einem

21:12 Auswärtssieg eine dritte Entscheidung. Die Gesamtsumme aus beiden Finalkämpfen ergab einen erneuten Heimvorteil für die Luzerner. So kam auf die ca. 2`000 Ringerfans eine äußerst spannungsvoll geladene dritte Auseinandersetzung zu.

Alle Akteure auf der Matte standen voll unter Strom.

In der untersten Gewichtsklasse bis 57 kg im Freistil verkraftete Nils Leutert mit seinem 4:0 Sieg über Timon Zeder die extreme Gewichtsreduktion von beiden am besten. Im Schwergewicht (Griechisch-römisch/Greco) hatte der Willisauer Delian Alishahi seine Nerven nicht im Griff. Aus einer Verwarnung resultierten zwei Zähler für den Ex-Brunner Christian Zemp und nahm ihm den Erfolg. Zemp gewann erneut gegen seinen zehn Kilogramm schwereren Widerpart mit 3:1. Der Aargauer Freistilspezialist Randy Vock hatte seine Mühe mit dem Willisauer Gastringer Jonas Müller von der Ringerriege Tuggen zum 7:7 Punktsieg. Je zwei Punkte standen im Halbschwergewicht bis 97 kg im Freistil für Samuel Scherrer (RC Willisau Lions) und Magomed Ayshkhanov (RS Freiamt) auf der Anzeigetafel. In den letzten fünf (!) Sekunden vor dem Schlussgong setzte der Freiämter einen Fuß nach Außen. Scherrer und sein Anhang feierten den geretteten 3:2 Sieg. Auch Nino Leutert (65 kg, Freistil) schloss gegen Illia Terzi seinen möglichen 12:0 Sieg nicht optimal ab. Der Luzerner Terzi setzte fast verzweifelt eine sehenswerte Beinschleuder an und brachte seinen Konkurrenten in arge Bedrängnis. Letztendlich endete der Kampf mit 12:4 für Leutert.

Willisaus Cheftrainer Rolf Scherrer forderte mehr Leistung nach der Pause, denn sein Team lag mit 5:10 nach fünf absolvierten Kämpfen auf heimischer Matte zurück.

Wie reagierte Chefcoach Pascal Strebel, im ersten Jahr seiner Verantwortung für das Premium League, für die Freiämter? Der zog mit seinem Team in eine ruhige Ecke und schwor sie auf den zweiten Durchgang ein, denn der gestaltete sich bisher in jedem Kampf gegen den Kontrhenten zu dem Schwereren.

Aber es ging erfolgreich weiter. Im Mittelgewicht bis 86 kg Greco gewann Marc Weber (RS Freiamt) gegen Marti Joel mit 6:0.

Dann die beiden entscheidenden Siege zugunsten der Willisauer Lions kamen anschließend: Willisaus derzeit bester Greco-Ringer Michael Portmann (70 kg) deklassierte seinen Kontrahenten Michail Bucher, den Trainer Pascal Strebel als mögliche Alternative neu aktivierte, mit 16:0. Dabei agierte Portmann mit international durchaus praktizierten Aktionen am Rande der Legalität; aber es war der notwendige hohe Sieg. Auch bis 80 kg im Freistil überzeugte der noch junge in diesem Jahr bei der U23-Weltmeisterschaft gestartete Mansur Mavlaev für den RC Willisau Lions mit einem 15:0 Sieg. Der gleichaltrige Kimi Käppeli besaß keine Chance in dem überlegen geführten Kampf von Mavlaev.

Vor der Austragung der beiden letzten matches in der Königsklasse bis 75 kg stand es 13:13. Dieses Ergebnis animierte beide Fanblöcke zu unglaublicher Lautstärke und steigerte die psychische Belastung der vier noch ausstehenden Athleten in den finalen Begegnungen. Im Freistil der 75 kg-Klasse rettete Tobias Portmann einen 6:4 Punktsieg über den zum Schluss schier verzweifelten George Bucur für Freiamt. Die Willisauer setzten im Griechisch-römischen Stil dieser Kategorie auf Altmeister Jonas Bossert. Yves Mühlhaupt rang verzweifelt um den Sieg und musste sich aber mit einem 5:6 begnügen.

Es war der 17:15 Sieg der Mannschaft aus dem Luzerner Hinterland. Der Jubel war grenzenlos. Die Aargauer zuerst betroffen bedankten sich anschließend bei ihrem Publikum.

Der Kampfverlauf:

https://swisswrestling.ch/swiss-wrestling-league/begegnungen/mmk_detail/85207/

 

 

FANKULTUR

Der Vizemeister RINGERSTAFFEL FREIAMT

 

 

  

v.l. 61 kg/130 kg/70 kg

 

  

v.l. 61 kg/97 kg/ 70 kg 

 

 

Ringer aus dem Klosterdorf ohne Medaille

 

Niederlage gegen RS Kriessern im Rückkampf zu hoch

 

 Zwei Entscheidungen im Schweizer Ringkampfsport standen an: Die Ermittlung des Meister in der Swiss Wrestling Premium League und die Vergabe der Bronzemedaille in dieser Kampfklasse.

Die Ermittlung des Schweier Meisters 2024 vertagte sich. Die Ringerstaffel Freiamt schaffte es beim RC Willisau Lions einen 21:15 Sieg zu erzielen. Damit geht es im Modus „Best of three“ in einen dritten alles entscheidenden dritten Match. Heimvorteil und die wie im Vorkampf günstigere Gewichtsklassensituation steht für die Willisauer, so die Meinung vieler Experten. Man wird sehen, welche Schlüsse die Aargauer aus ihrer ersten 11:23 ziehen werden.

Vor den 2000 Zuschauern, die ihn mit standing ovations, verabschiedete sich der erfolgreiche Ringer aus dem Williauer Team, Stefan Reichmuth, hochemotional von der Ringermatte. Der Dreißigjährige Bronzemedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften 2019 und Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio (86 kg Freistil) muss gesundheitlich passen.

Im Kampf um die Bronzemedaille in der höchsten Schweizer Kampfklasse erlitten die Aktiven von der Ringerriege Einsiedeln eine 13 zu 22 Niederlage gegen die Ringerstaffel Kriessern. Das brachte in der Summe den Osterschweizern mit 38:31 den 3.Rang.

In der Pause stand es noch hoffnungsvoll 7:7 für die Schweizer. U.a. auch dadurch, dass der Gastringer von der Ringerriege Brunnen Damian von Euw einen 5:3 Sieg im Griechisch-römischen (Greco) Halbschwergewicht Kriesserns Starringer Ramon Betschart mit 5:3 besiegte. Auch Schwergewichtler Sven Neyer setzte mit einem 10:2 über Sandro Vollenweider Akzente. In den drei unteren Gewichtsklassen dagegen gewannen die Rheintaler: Levin Meier (57 kg, Greco) mit 7:8 über Oleksander Golin, Sandro Hungerbühler (61 kg, Fresitl) drehte das Ergebnis gegen River Perlungher vom Vorkampf zu einem 14:6 um und Dimitar Sandov (65 kg, Greco) spielte seine gesamte Erfahrung zum 8:0 über Jan Neyer aus.

Coach Urs Bürgler holte sich sein Team in die Kabine und forderte weiteren Kampfgeist, um das Ziel Bronze zu sichern. Bis 86 Freistil hielt sich Andreas Burkhard daran. Er bezwang Daniel Loher mit 7:2. Dann passierte es. Lars Neyer (70 kg, Freistil) befand sich auf der Siegerstraße und wollte mit einer spektakulären Standtechnik einen hohen Erfolg erzielen; die Technik übernahm Michel Steger zum Schultersieg. Eine kleine Schocksituation haftete an der zahlreichen Fangemeinde der Ringerriege Einsiedeln. Denn es kamen drei Gewichtsklassen, die für die Rheintaler sprachen. Bis 80 kg im Greco besaß Yves Neyer beim 0:8 gegen Fabio Dietsche für Kriessern keine Chance. Allerdings drehte Jan Faller sein Vorkampfergebnis bis 75 kg im Griechisch-römischen Stil bis 75 gegen Dorien Hutter (Kriessern) mit 6:3 (12:14). In der  abschließenden Auseinandersetzung der Freistil 75 kg-Klasse reichten Kay Neyer gegen  Marc Dietsche seine sechs erzielten Zähler nicht. Der Ostschweizer errang seinerseits 13 Punkte und sicherte seinem Team die Bronzemedaille.

Der Kampfverlauf:

https://swisswrestling.ch/swiss-wrestling-league/begegnungen/mmk_detail/85206/

 

DIE `BONZENEN` RINGERSTAFFEL KRIESSERN

 

 

  

130 kg / 61 kg

 

 

97 kg / 70 kg